Archiv für den Monat: Dezember 2014

Persön­licher Jahresrückblick

Ob Fernsehen, Zeitung oder Radio – die wichtigsten Ereignisse werden uns von den Medien zum Jahresende nochmals zusam­men­gefasst präsentiert.

Manche Ereignisse hatten wir bereits wieder vergessen, andere Begeben­heiten haben uns weniger berührt oder wir haben sie anders in Erinnerung.

Wie wäre es mit einem eigenen, ganz privaten Jahresrückblick? 

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Fasst all das, was für Euch wirklich wichtig war, zusammen. Schreibt es für Euch auf - kurz und knapp genügt.

Warum Ihr Euch die Arbeit machen sollt?

So wie wir beim Jahres­rückblick in der Zeitung feststellen, dass wir einzelne Geschehnisse vergessen oder in den Hintergrund verdrängt haben, so ist auch mit unserem eigenen Leben!

So hört man häufig: „ Das war ein anstren­gendes Jahr “, oder „ Mein Mann hat dieses Jahr seinen Job verloren“, oder „ Ich bin in diesem Jahr an Krebs erkrankt“.

Dabei gab es doch ganz sicher auch viele Dinge, die Euch glückliche Momente geschenkt haben.

Welche neuen Wege seid Ihr 2014 gegangen, wohin haben Sie Euch geführt?

Wofür seid Ihr besonders dankbar?

Was habt Ihr neues gelernt?

Welche Ereignisse und Momente haben Euch besonders berührt?

 

Nehmt Euch ein wenig Zeit und gestattet Euch einen Rückblick.

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Wenn Ihr dann beim nächsten Jahres­wechsel diesen Zettel wieder zur Hand nehmt, ist das sicher ein schönes Gefühl. Denn weitere 365 Tage voller Leben sind vergangen.

 

 

Die Zeit der Rauhnächte

 

Am Heiligen Abend hat die Zeit der Rauhnächte begonnen. Wer weiß noch etwas über die mystische Bedeutung dieser Tage zwischen dem 24.Dezember und dem 6. Januar?

Die Rauhnächte, manchmal auch Rauch­nächte oder Rauhnächte, werden auch als Inner­nächte, Unter­nächte, Glöckel­nächte oder zwölf Nächte bezeichnet.

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In den meisten Gegenden beginnt diese Zeit um Mitternacht des Heiligen Abends und endet mit der Erscheinung des Herrn am 6. Januar, dem Tag der Heiligen drei Könige.

In anderen Regionen ist der Thomastag, dies ist der Tag der Winter­sonnwende, am 21. Dezember der Auftakt für diese Zeit. Je nach Region variiert dann auch die Dauer der Rauhnächte.

Einzelnen Rauhnächten wurde eine besondere Bedeutung zugesprochen. Mit Beten und Fasten zu Beginn dieser Nächte wollte man die Dämonen friedlich stimmen.

Bereits im germa­nischen Heidentum glaubten die Menschen daran, dass in dieser Zeit außer­ge­wöhnliche Dinge geschehen. Tiere können um Mitternacht sprechen, wer sie allerdings hört wird sterben. Böse Geister und Dämonen ziehen umher, auch die Geister Verstorbener weilen unter uns. Die Glocken versunkener Kirchen sollen in den Rauhnächten läuten. Es ist die Zeit der Werwölfe, in welche sich Menschen in Rauhnächten verwandeln, die einen Pakt mit dem Teufel einge­gangen sind.

So sollte man in dieser Zeit keinesfalls weiße Wäsche zum Trocknen aufhängen, das diese sonst von Reitern gestohlen würde, um dann im Laufe des Jahres seinem Besitzer als Todestuch zu dienen.

Die zwölf Rauhnächte stehen nach altem Glauben dafür, wie das kommende Jahr wird. Diese Tage werden genau beobachtet: wie ist das Wetter, wie gehen die Menschen miteinander um, was wird gegessen und weiteres mehr. Danach lässt sich dann der Verlauf der einzelnen Monate des kommenden Jahres vorhersagen.

Im Alpenraum und in Westdeutschland, aber auch im Baltikum, Griechenland, Bulgarien und auch in der Bretagne und in Teilen Schottlands sind viele Bräuche und Mythen rund um die Rauhnächte bekannt. Sowohl das Bleigießen, als auch das Krach machen an Sylvester finden hier ihren Ursprung. Die Zeit der Rauhnächte wurde zum Wahrsagen und Orakeln genutzt. Auch heute noch ist dies eine Zeitraum, in der gerne geräuchert wird.

Der Volks­glaube sagt, dass man in diesen Tagen nichts arbeiten soll, sondern mit der Familie leben, entdecken und feiern.

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Und so halte auch ich es schon seit einigen Jahren. Es ist eine Zeit, in welcher ich soweit möglich Urlaub nehme und auch keine Termine vereinbare. Die Zeit nütze ich um zur Ruhe zu kommen, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und um über das neue kommende Jahr nachzudenken.

Weihnachtslikör

 

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Im Herbst habe ich eine ganze Kiste voll schöner großer Quitten geschenkt bekommen. Wie ich bereits berichtet habe, wurden die Quitten entsaftet, Quittengelee gekocht und Quittenbrot hergestellt.

Das Quittenbrot war super lecker, wurde verschenkt und selbst gegessen. Die Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt!

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Nachdem ich unzählige Gläser mit Quittengelee gekocht hatte, habe ich einen Teil des Quitten­saftes zu einem weihnacht­lichen Likör angesetzt. Ganz geduldig habe ich die Flasche mit dem angesetzten Likör die letzten Wochen immer mal wieder geschüttelt – heute durfte zum ersten Mal probiert werden!

Falls Ihr im kommenden Jahr auch Lust habt, Euren eigenen Likör zu machen, hier mein Rezept:

750 ml Quittensaft

750 ml Rum

350 g brauner Kandiszucker

1 große Zimtstange

5 Nelken

Den Saft zusammen mit dem Rum in eine ausreichend große, saubere Flasche geben. Die Gewürze und den Kandis­zucker dazugeben.

Die Flasche an einem dunklen Ort mindestens 4 Wochen stehen lassen, dabei immer mal wieder schütteln. Nachdem die Wartezeit vorbei ist, den Likör in schöne Flaschen füllen. Ich habe den Likör zuvor noch durch einen Teefilter gegossen, das ist aber nicht zwingend erforderlich.

Schön beschriften und verschenken (oder selber genießen)!

 

 

 

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Vom Schenken

Schenke groß oder klein,

aber immer gediegen.

Wenn die Bedachten die Gabe wiegen,

sei dein Gewissen rein.

 

Schenke herzlich und frei.

Schenke dabei,

was in dir wohnt

an Meinung, Geschmack und Humor,

so dass die eigene Freude zuvor

dich reichlich belohnt.

 

Schenke mit Geist ohne List.

Sei eingedenk,

dass dein Geschenk 

Du selber bist.

 

Joachim Ringelnatz

1883-1934

In diesem Sinne wünsche wir Ihnen noch viel Freude bei der Auswahl und Besorgung Ihrer Weihnachtsgeschenke!

Ihr Kräuterkissen-Shop