Archiv für den Monat: März 2015

Speisenweihe

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Je nach Region findet nach dem Gottes­dienst am Oster­sonntag oder schon am Karsamstag die Speisenweihe statt. Bestimmte Sachen werden in einem Weihekorb vor dem Altar gestellt und gesegnet. Früher wurden die Nahrungs­mittel aus dem Weihekorb am Oster­wo­chenende gegessen, als erstes Festessen nach der Fastenzeit. Speise­wei­hungen zu Ostern gibt es bereits seit dem 12. Jahrhundert.

Die Dinge im Weihekorb haben eine bestimmte Bedeutung:

Brot                                      – Grund­nah­rungs­mittel (Brot des Lebens)

Verzierte Eier                   – Sinnbild der Aufer­stehung und der Fruchtbarkeit

Salz                                       – Würze des Lebens

Schinken                            – Fleisch als Zeichen für das Ende der Fastenzeit

Lämmchen                         – Lamm Gottes für uns geopfert

Meerrettich                      – Erinnerung an die Bitterkeit des Leidens Jesu

Kerze                                   – Licht der Aufer­stehung und Gegenwart Gottes

 

Die Dinge im Weihekorb variieren je nach Region und manche Körbchen sind mit Weihe­decken ausgelegt, die mit christ­lichen Symbolen bestickt wurden.

Das Körbchen hier habe ich auf dem Ostermarkt in Fichtenau-Wildenstein entdeckt. Hier findet jedes Jahr am Wochenende vor Ostern ein Ostermarkt statt, der mich immer wieder aufs Neue fasziniert.

Wünsche allen noch einen schönen Sonntag!

Gewürzbrot

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500 g Mehl, 40 g Hefe, 1/8 Liter lauwarme Milch, 1 Prise Zucker

2 Zwiebeln, 1 Knoblauchzehe, 50 g Butter, 2 Eier, ½ Teel. Salz, 1 Prise abgeriebene Muskatnuss, 1 Teel. Anis, ½ Teel. Koriander, ½ Teel. Rosmarin, ½ Teel. Thymian, 3 Essl. Dill

 

-          Das Mehl in eine Schüssel sieben, eine Vertiefung in die Mitte formen und die Hefe hinein­bröckeln. Hefe mit etwas lauwarmer Milch und dem Zucker verrühren und zugedeckt an einem warmen Ort etwa 15 Minuten gehen lassen.

-          In dieser Zeit die Zwiebel fein würfeln und zusammen mit dem Knoblauch in der Butter je nach Wunsch glasig dünsten oder kurz rösten. Den Thymian und den Rosmarin im Mörser zerkleinern. Danach alle Zutaten zum Vorteig geben zu verkneten.

-          Den Teig mit der Hand schlagen, bis er Blasen wirft, danach nochmals 15 Minuten gehen lassen.

 

Ursprünglich habe ich dieses Brot immer in 2 Blumen­töpfen aus Ton mit 14 cm Durch­messer gebacken. Da ich gerne eine Kruste habe, forme ich zurzeit 2 kleine Laibchen und backe das Brot auf dem Blech.

Nach dem Formen nochmals 10 Minuten gehen lassen, die Oberfläche mit Wasser bestreichen und mit Anis (oder Sesam, oder Hafer­flocken,…) bestreuen.

Ich habe heute noch 2 Essl. Sonnen­blu­menkerne und 1 Essl. Leinsamen in den Teig gegeben, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Im vorge­heizten Backofen ca 40 Minuten bei 225 °C backen.

 

 

 

 

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Ostern ist mit vielen Symbolen und Tradi­tionen verbunden. Die meisten Sitten und Gebräuche sind heidnischer Herkunft und haben in der frühen Geschichte des westlichen Abend­landes ihren Ursprung.

Sie sind also heidnischer Herkunft und wurden von Christen übernommen und im Laufe der Zeit weiter entwickelt.

Ganz wichtig ist in unserer heutigen Zeit, vor allem für die Kinder, der Osterhase. Er ist derjenige, welcher die Eier bemalt und versteckt.

Hasen sind ein vorchrist­liches Frucht­bar­keits­symbol, weil sie mehrmals im Jahr Nachwuchs bekommen. Sie stehen damit für Segen und Fülle, sowie für ein Weiterleben nach dem Tod.

Der germa­nischen Göttin der Frucht­barkeit Ostera und Aphrodite, der griechischen Göttin der Frucht­barkeit, wurde als heiliges Tier ein Hase zur Seite gestellt.

Zu Ostern gehören auch Hühner, Küken und der Hahn.

Ohne Hühner kein Osterei – zu den Eiern komme ich später.

Küken zerbrechen ihre Eierschale um ans Licht zu treten und verweisen damit auf die Aufer­stehung Christus. Und der Hahn verkündet den kommenden Tag bereits, bevor Licht zu sehen ist. Dies soll den Christen sagen, dass sie im Miteinander unter den Menschen anderen voraus sein sollen.  Evange­lische Kirchen haben auf dem Kirchturm einen Hahn, der uns daran erinnern soll, wachsam und nüchtern zu sein.

Ganz wichtig sind natürlich noch die Ostereier:

So wie der Hase,  so steht auch das Ei für Frucht­barkeit und Leben und gilt damit für Christen als Symbol für die Aufer­stehung von Christus. Bereits im alten Ägypten und Griechenland galten Eier als Zeichen der Fruchtbarkeit.

Früher durften während der Fastenzeit keine Eier verzehrt werden. Sie gehörten zu den Abgaben an den Lehnherren. Das letzte Ei wurde vor der Abgabe rot gefärbt und galt als Schlusspunkt, bevor im kommenden Jahr wieder Abgaben zu leisten waren.

Warum werden die Eier versteckt?                                                                        Wichtig ist die Freude am Finden. Diese Glück­se­ligkeit steht für das wieder­ge­wonnene Leben an Ostern.

Heute greifen viele wieder zu natür­lichen Färbe­mitteln, um ihre Ostereier zu färben. Ich persönlich mag auch sehr gerne mit Zwiebel­schalen gefärbte Eier, denen ich vor dem Färben kleine Blättchen oder Blüten umbinde. Das geht übrigens sehr gut mit ausge­brauchten Feinstrumpf­söckchen: Blättchen auf das Ei legen, das Ei in den Strumpf geben, oben zubinden und das Ei mit den Zwiebel­schalen kochen.BeFunky_IMG_3256.jpg

Zu weiteren Oster­symbolen werde ich in den nächsten Tagen einen weiteren Artikel schreiben.

Für heute wünsche ich allen noch einen schönen Sonntag!

 

 

 

Arabischer Peter­si­li­ensalat

BeFunky_IMG_3253.jpgBevor sich die Frühjahrs­mü­digkeit bei uns einschleicht, versuchen wir mit bewusster Ernährung und regel­mäßiger Bewegung in der Natur vorzubeugen.

Heute gab es einen leckeren Salat mit vielen gesunden Zutaten:

  • Petersilie enthält viel Vitamin C und beugt daher perfekt die Frühjahr­mü­digkeit vor.
  • Zitro­nensaft belebt und fördert die Verdauung
  • Tomaten und Gurken sind kalorienarm, davon dürfen wir essen soviel wir möchten
  • Olivenöl beugt der Arteri­ons­klerose vor
  • Koriander wirkt antibak­teriell und hilft bei Blähungen – gibt dem Salat seinen “orien­ta­lischen” Geschmack
  • Zwiebeln haben eine positive Wirkung auf den Zucker- und Fettstoffwechsel

Der Salat regt den Stoff­wechsel an, ist somit blutrei­nigend und harntreibend. Die Zutaten stärken das Immunsystem.

Aber der Peter­si­li­ensalat ist nicht nur gesund, er schmeckt auch super-lecker und erfrischend!

2 Bund glatte Petersilie

3 Tomaten

2 Vesper­gurken

2 Zwiebeln

Saft von 2 Zitronen

3-4 Essl. Olivenöl

Salz, Pfeffer und gemahlener Koriander

Die gewaschene Petersilie klein schneiden. Die Gurken und Tomaten in kleine Würfel schneiden, die Zwiebeln ebenfalls fein schneiden.

Zitro­nensaft, Olivenöl und Gewürze zu einer Marinade verrühren. Tomaten, – Gurken- und Zwiebel­würfel mit der Marinade vermischen. Damit die Petersilie nicht zu sehr zusammen fällt, geben Sie diese erst vor dem Servieren unter den Salat.

Der Salat passt sehr gut zu Geflügel, aber auch zu Grill­ge­richten und zu Lammfleisch.