Archiv für den Monat: April 2015

Jiaogulan

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Jiaogulan (Gynostemma penta­phyllum) wird in seiner ursprüng­lichen Heimat China als „Kraut der Unsterb­lichkeit“ bezeichnet.

Pflan­zen­heilkunde hat in China eine lange Tradition und Jiaogulan (sprich. Dschi­augulan) nimmt dort schon lange eine wertvolle Rolle ein. So werden der Pflanze viele positive Wirkungen zugeschrieben:

-          blutzucker- und fettsenkend

-          stress­ab­bauend

-          krebs­hemmend

-          herzstärkend

-          immun­sys­tem­stärkend

-          blutdruck­senkend

-          lindernd bei chronischer Bronchitis

-          gewichts­re­du­zierend

Aus den Blättern der Pflanze lässt sich ein wohlschme­ckender Tee zubereiten. Besonders lecker schmeckt der Tee aus den jungen Trieben. Zur Zubereitung von Tee die getrockneten oder frischen Blätter klein schneiden, 1-2 Teelöffel Jiaogulan mit 1 Liter (etwa 90°C) warmem Wasser aufgießen und 5-10 Minuten ziehen lassen.

Tee aus Jiaogulan schmeckt süßlich-herb, je länger der Aufguss zieht, desto herber schmeckt der Tee. Durch den eher süßen Geschmack des Tees ist ein zusätz­liches Süßen mit Zucker oder Honig nicht notwendig.

Junge Blätter von Jiaogulan sind auch eine Berei­cherung für Salate und Gemüsegerichte.

In den letzten Jahren haben auch die USA und Europa die Pflanze und ihre positiven Wirkungen für sich entdeckt. Dass Jiaogulan auch als Frauen­ginseng bezeichnet wird liegt daran, dass das Kraut organische Verbin­dungen wie Ginseng enthält, die gerade für den Organismus der Frau wichtig sind.

Jiaogulan kann als Zimmer­pflanze ganzjährig gehalten werden und rankt an einem hellen Fenster bis zu 2 Meter lang. Sie wächst schnell und bildet dabei viele neue Blätter, die das ganze Jahr über geerntet werden können.

Die Pflanze ist bis – 15°C winterhart. Wenn Sie die Pflanze in der Wohnung überwintern möchten wählen sie einen kühlen, aber hellen Raum. Die Pflanze zieht sich im Winter ein und treibt im Frühjahr wieder neu aus. In dieser Zeit dankt die Pflanze eine Düngung mit Kräuter­dünger, oder Sie geben Hornspäne unter die Blumenerde.

Brennessl­brötchen und Blütenbutter

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Wie wäre es mit einer schönen Blüten­butter zu frisch gebackenem Brot oder Brötchen?

Geeignet sind grund­sätzlich alle essbaren Blüten. Bei meiner Blüten­butter habe ich Löwen­zahn­blüten, Gänse­blümchen, Wiesen­salbei, Spitz­we­gerich, Rotklee, Giersch, Gundermann und etwas Bärlauch unter die weiche Butter gemischt.

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Ein tolles Rezept für in der Frühlingsküche sich auch Brennesselbrötchen:

½ Würfel frische Hefe in ¼ l lauwarmer Milch auflösen.

500 g Dinkelvollkornmehl

1 Teel. Salz

80 g weiche Butter

400 g gehackte Brennesseln

zu der Milch mit Hefe geben und zu einem geschmeidigen Teig kneten, solange bis er sich vom Schüs­selrand löst. Den Teig an einem warmen Platz so lange gehen lassen, bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat.

Brötchen formen und mit Eigelb oder Milch bestreichen, evtl. noch mit Sesam bestreuen.

Die Brötchen auf dem Backblech nochmals etwa 10 Minuten gehen lassen.

Eine Tasse mit Wasser in den Ofen stellen.

Bei 200°C etwa 30 Minuten backen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Drei Hasen…

“Drei Hasen und der Löffel drei
und doch hat jeder Hase zwei!”

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Im spätgo­tischen Kreuzgang des Pader­borner Doms befindet sich die wohl bekannteste Drei-Hasen-Darstellung in Deutschland.

Das Drei-Hasen-Fenster ist eine beliebte Sehens­wür­digkeit von Paderborn und es steht für die Dreifal­tigkeit, wobei in den drei Ecken des Fensters die wichtigsten christ­lichen Sakramente darge­stellt sind.

Den Mittelpunkt bilden die drei Hasen oder genauer gesagt deren Ohren, bezie­hungsweise Löffel: jeder der Hasen hat zwei Ohren, wobei es insgesamt jedoch nur drei sind. Die Löffel sind miteinander verbunden und bilden damit einen Kreis.

Das Drei-Hasen-Motiv ist weltweit in den verschie­densten Kulturen zu finden. Ob als Malerei in Kirchen, als Darstellung in einem Gewölbe, sowie in Wappen. In Frankreich ist das Motiv ebenso beliebt wie in England oder in der Schweiz. Aber auch in Asien und auch in Ägypten kann man diese Darstellung finden.

Es wird vermutet, dass das Drei-Hasen-Motiv seinen Weg in den Westen von China entlang der Seiden­straße fand.

Die Bedeutung des Symbols ist nicht eindeutig: ursprünglich galt es vermutlich als Licht­symbol, wobei der Kreis in der Mitte für den Mond steht, neuere Deutungen sehen es als Symbol für die Dreiei­nigkeit Gottes.

Der Hase steht für die Frucht­barkeit und Erneuerung, aber auch für die Fröhlichkeit.

Das Springerle mit dem Drei-Hasen-Symbol habe ich auf dem Ostermarkt in Fichtenau erstanden.