Archiv für den Monat: März 2016

Gänse­blümchen

IMG_6337So unscheinbar und klein das Gänse­blümchen auch ist, so kennt es doch jedes Kind – und unzählige Legenden und Mythen gibt es zu dieser Blume, deren Heilkraft inzwischen auch wissen­schaftlich belegt ist.

Die ersten drei Gänse­blümchen des Frühlings sollen ganz besondere Heilkräfte besitzen, welche Krankheit fernhalten sollen. König Ludwig IX. hat neben der Lilie das Gänse­blümchen mit in seinem Wappen aufge­kommen und ihm damit eine besondere Bedeutung gegeben. Bei den Römern stand das Gänse­blümchen für die Nähe der Venus, der Liebes­göttin und für die Germanen strahlte aus der Mitte des Blümchens das Auge von Baldur, dem Sonnengott.

Auf ihrer Flucht aus Ägypten hat die Mutter Gottes, Maria salzige Tränen vergossen. Dort, wo diese auf die Erde gefallen sind, erblühten die Gänse­blümchen. Dem Teufel war dieses Blümchen unlieb, doch er schaffte es nicht, das Blümchen am wachsen und blühen zu hindern. Und so  erblühen jedes Frühjahr aufs Neue ganze Wiesen voll mit kraft­vollen, unver­wüstbaren Gänseblümchen.

Die im Gänse­blümchen enthaltenen Gerbstoffe machen das Blümchen zu einem guten Wundheil­mittel. Eine Tinktur aus Gänse­blümchen kann bei stumpfen Verlet­zungen wie Prellungen oder blauen Flecken eingesetzt werden, als auch bei Hautaus­schlägen oder Hautun­rein­heiten. Auch bei Lippen­herpes hat sich die Tinktur bewährt. Am besten verwenden Sie die Tinktur verdünnt für Waschungen oder Umschläge.

Eine Tinktur ist einfach herge­stellt: ein Schraubglas mit Gänse­blüm­chen­blüten füllen und mit Doppelkorn auffüllen und etwa vier Wochen ziehen lassen. Danach abseihen und in einer dunkeln Flasche lagern.

Innerlich kommt das Gänse­blümchen als Tee zum Einsatz. Ein bis zwei Teelöffel frische Gänse­blümchen ergeben eine Tasse Tee, dazu die offenen Blüten mit heißem (aber nicht mehr kochendem) Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.

Tee aus Gänse­blümchen wirkt schleim­lösend und beruhigt bei Magen- und Darmver­stim­mungen. Als Kur gegen Frühjahrs­mü­digkeit sollen zwei Tassen täglich über sechs Wochen für neuen Schwung sorgen.

Sammeln Sie nur aufge­blühte Gänse­blümchen, an einem sonnigen Tag, dann enthalten diese die meisten Wirkstoffe.

 

 

 

 

 

 

Passi­onsblume

Passiflora incarnatapassionsbl

Die Blüte der Passi­onsblume erinnert uns an ein Mandala. Und tatsächlich hat sich die Passi­onsblume als wertvolle Heilpflanze für Menschen bewährt, die Unter­stützung brauchen, ihre eigene Mitte wieder zu finden.

Die Passi­onsblume wird eingesetzt bei

  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Nervosität und Unruhezuständen
  • depressiven Verstim­mungen
  • wetter­fühligen Menschen
  • Kreis­lauf­be­schwerden
  • Konzen­tra­ti­ons­schwäche
  • nervös bedingten Magen- und Darmbeschwerden
  • Angst­stö­rungen
  • Wechsel­jahrs­be­schwerden

Da die Passi­onsblume ein sehr feines Mittel ist, wird sie auch gerne bei Kindern mit seelischen Beschwerden eingesetzt.

Verwendet wird das Kraut der Passi­onsblume, aus dem eine Tinktur oder ein Aufguss zubereitet werden. Gerne wird die Passi­onsblume zusammen mit Baldrian und Hopfen verarbeitet.