Archiv für den Monat: November 2017

Salbei­bonbons

Salbei­bonbons sind sehr wohltuend bei Halsschmerzen und Heiserkeit. Ihr könnt diese ganz schnell selber zubereiten:                                                                               Salbeibonbons
* 200 g Zucker
* 10 g getrocknete Salbeiblätter
Mit dem Mörser die getrockneten Salbeiblätter sehr fein mörsern. Den weißen Kristall­zucker (Puder­zucker und brauner Zucker sind zum karamel­li­sieren nicht geeignet) in einer beschichteten Pfanne karamel­li­sieren. Dabei müsst ihr acht geben, dass der Zucker nicht verbrennt – also unbedingt dabei bleiben. Sobald der Zucker eine schöne hellbraune Farbe hat, den gemör­serten Salbei zügig unterrühren.
Da ich keine Bonbonform besitze, streiche ich die Masse sofort nach der Zugabe von Salbei auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Mit einem scharfen Messer die Bonbonmasse in mundge­rechte Stücke schneiden, diese werden nach dem Erkalten dann noch auseinander gebrochen.
Uns schmecken die Salbei­bonbons sehr gut und sie eignen sich auch zum Verschenken. In einen kleinen Schraubglas oder in einem trans­pa­renten Tütchen, versehen mit einem hübschen Anhänger, sehen sie sehr schön aus.
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Hals- und Rachenentzündungen

Heute möchte ich Euch Pflanzen vorstellen, die bei Hals-und Rachen­ent­zün­dungen eingesetzt werden können.
Was möchten wir mit den Pflanzen erreichen?
Die Entzündung im Hals- und Rachen soll bekämpft und die Schmerzen gelindert werden.
Wir benötigen also Pflanzen, welche keimhemmend, reizlindernd und zusam­men­ziehend wirken.
Salbeiblätter enthalten keimhemmende ätherische Öle und Gerbstoffe, die zusam­men­ziehend wirken. Durch das “zusam­men­ziehen” der Schleimhäute SAM_7902werden Schluck­be­schwerden und Halsschmerzen gelindert.
Bewährt hat sich das Gurgeln mit kaltem Salbeitee, mehrmals täglich.
Ebenfalls zusam­men­ziehend wirkt Odermennig. Er enthält mehr Gerbstoffe als Salbei und kann auch gut mit diesem kombiniert werden.
Bei der Kamille machen wir uns die entzün­dungs­hemmende Wirkung zu Nutze. Auch hier hat sich das Gurgeln bewährt.
Die Malve wirkt reizindernd. Verwendet werden sowohl Blätter, als auch die Blüten. Die reizlin­dernde Wirkung kommt von den in der Pflanze enthaltenen Schleim­stoffen, wobei die Blätter mehr Schleim­stoffe enthalten, als die Blüten.
Die Farbstoffe der Malve wirkt ebenso entzün­dungs­hemmend und fördert die Wundheilung. Ein Tee aus 2 Esslöffel Malven­blätter und 1 Esslöffel Malven­blüten wird in einer Tasse kaltem Wasser angesetzt. Nach einer Stunde Ziehzeit abseihen und zum Gurgeln kurz erwärmen.
Eine weitere wichtige Pflanze bei Hals- und Rachen­ent­zün­dungen ist der Spitz­we­gerich. Seine reizlin­dernde Wirkung kommt vor allem von den in der SAM_7784Pflanze enthaltenen Schleim­stoffen. Spitz­we­gerich hat auch eine entzün­dungs­hemmende Wirkung.
Zuletzt möchte ich noch das Isländisch Moos aufführen. Die Schleim­stoffe und Flech­ten­säuren wirken reizlinderne und leicht antimi­krobiell. Angewendet wird das Isländisch Moos als Teezu­be­reitung zum Gurgeln, oder in Form von Pastillen.
Die Natur stellt und gute pflanzliche Alter­nativen zur Behandlung von Hals- und Rachen­ent­zün­dungen zur Verfügung.
Bei einer echten Mandel­ent­zündung allerdings kommen Heilkräuter nur unter­stützend zum Einsatz. Ein Arztbesuch sollte auf jeden Fall stattfinden.