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Süssholz (1)

Süßholz (Glycyrrhiza glabra L.)

Welche Inhalts­stoffe machen die Süßholz­wurzel in der Phyto­therapie so wertvoll?
Die Wirksamkeit wird bestimmt von den Saponinen (Triter­pens­aponine, u.a. Gycyr­rhi­zinsäure) und von den im Süßholz enthaltenen Flavonoiden.
Eine Indikation für Süßholz sind damit Magen, – und Darment­zün­dungen. Das Süßholz wirkt antiul­zerogen, also gegen Geschwüre, sowohl im Magen wie im Darm, indem es die Schleimhaut schützt.
Ein weiteres wichtiges Anwen­dungs­gebiet für das Süßholz sind Infek­tionen der oberen Atemwege. Das Süßholz sorgt dafür, dass zäher Bronschi­al­schleim dünnflüssiger wird und damit besser abgehustet werden kann. Seine antivirale Wirkung macht den Einsatz bei Herpes-Viren sinnvoll.
Für die Süßholz­wurzel gibt es noch jede Menge anderer Einsatz­mög­lich­keiten, dazu gehören zum Beispiel Sodbrennen, Demen­z­er­kran­kungen (weiter Studien stehen noch aus), Hautent­zün­dungen und Rheuma­tische Erkran­kungen (entzün­dungs­hemmende Wirkung).
Bei schwerer Nieren­schwäche, Leber­zirrhose, arteriell bedingtem Bluthochdruck und während der Schwan­ger­schaft ist die Anwendung von Süßholz nicht angezeigt.
Bei der Verwendung von Süßholz sind unbedingt sowohl die Tagesdosis (5-15g Droge) sowie die Anwen­dungsdauer (maximal 4-6 Wochen) zu beachten, da die Gefahr des Kalium­ver­lustes besteht.

Salbei­bonbons

Salbei­bonbons sind sehr wohltuend bei Halsschmerzen und Heiserkeit. Ihr könnt diese ganz schnell selber zubereiten:                                                                               Salbeibonbons
* 200 g Zucker
* 10 g getrocknete Salbeiblätter
Mit dem Mörser die getrockneten Salbeiblätter sehr fein mörsern. Den weißen Kristall­zucker (Puder­zucker und brauner Zucker sind zum karamel­li­sieren nicht geeignet) in einer beschichteten Pfanne karamel­li­sieren. Dabei müsst ihr acht geben, dass der Zucker nicht verbrennt – also unbedingt dabei bleiben. Sobald der Zucker eine schöne hellbraune Farbe hat, den gemör­serten Salbei zügig unterrühren.
Da ich keine Bonbonform besitze, streiche ich die Masse sofort nach der Zugabe von Salbei auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Mit einem scharfen Messer die Bonbonmasse in mundge­rechte Stücke schneiden, diese werden nach dem Erkalten dann noch auseinander gebrochen.
Uns schmecken die Salbei­bonbons sehr gut und sie eignen sich auch zum Verschenken. In einen kleinen Schraubglas oder in einem trans­pa­renten Tütchen, versehen mit einem hübschen Anhänger, sehen sie sehr schön aus.
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Hals- und Rachenentzündungen

Heute möchte ich Euch Pflanzen vorstellen, die bei Hals-und Rachen­ent­zün­dungen eingesetzt werden können.
Was möchten wir mit den Pflanzen erreichen?
Die Entzündung im Hals- und Rachen soll bekämpft und die Schmerzen gelindert werden.
Wir benötigen also Pflanzen, welche keimhemmend, reizlindernd und zusam­men­ziehend wirken.
Salbeiblätter enthalten keimhemmende ätherische Öle und Gerbstoffe, die zusam­men­ziehend wirken. Durch das “zusam­men­ziehen” der Schleimhäute SAM_7902werden Schluck­be­schwerden und Halsschmerzen gelindert.
Bewährt hat sich das Gurgeln mit kaltem Salbeitee, mehrmals täglich.
Ebenfalls zusam­men­ziehend wirkt Odermennig. Er enthält mehr Gerbstoffe als Salbei und kann auch gut mit diesem kombiniert werden.
Bei der Kamille machen wir uns die entzün­dungs­hemmende Wirkung zu Nutze. Auch hier hat sich das Gurgeln bewährt.
Die Malve wirkt reizindernd. Verwendet werden sowohl Blätter, als auch die Blüten. Die reizlin­dernde Wirkung kommt von den in der Pflanze enthaltenen Schleim­stoffen, wobei die Blätter mehr Schleim­stoffe enthalten, als die Blüten.
Die Farbstoffe der Malve wirkt ebenso entzün­dungs­hemmend und fördert die Wundheilung. Ein Tee aus 2 Esslöffel Malven­blätter und 1 Esslöffel Malven­blüten wird in einer Tasse kaltem Wasser angesetzt. Nach einer Stunde Ziehzeit abseihen und zum Gurgeln kurz erwärmen.
Eine weitere wichtige Pflanze bei Hals- und Rachen­ent­zün­dungen ist der Spitz­we­gerich. Seine reizlin­dernde Wirkung kommt vor allem von den in der SAM_7784Pflanze enthaltenen Schleim­stoffen. Spitz­we­gerich hat auch eine entzün­dungs­hemmende Wirkung.
Zuletzt möchte ich noch das Isländisch Moos aufführen. Die Schleim­stoffe und Flech­ten­säuren wirken reizlinderne und leicht antimi­krobiell. Angewendet wird das Isländisch Moos als Teezu­be­reitung zum Gurgeln, oder in Form von Pastillen.
Die Natur stellt und gute pflanzliche Alter­nativen zur Behandlung von Hals- und Rachen­ent­zün­dungen zur Verfügung.
Bei einer echten Mandel­ent­zündung allerdings kommen Heilkräuter nur unter­stützend zum Einsatz. Ein Arztbesuch sollte auf jeden Fall stattfinden.

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Kapuzi­ner­kresse

Was für eine schöne Pflanze!

Die leuch­tenden gelb-orangen Blüten sehen nicht nur dekorativ aus, sie schmecken auch ganz lecker. Sowohl die Blüten wie die Blätter schmecken ähnlich wie Kresse, leicht scharf und sehen im Salat schön aus. Auch als farbenfrohe Dekoration am Tellerrand wirken sie schön – das Auge isst schließlich mit.

Diese einjährige Pflanze kam im 17. Jahrhundert aus Südamerika nach Europa und lässt sich ohne Probleme selber anbauen. Sie liebt einen Platz an der Sonne und kann ab Mai direkt ins Freiland gesät werden. In Töpfen vorge­triebene Pflanzen sollten erst ins Freie gestellt werden, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind.

Auch als pflanz­liches Arznei­mittel spielt die Kapuzi­ner­kresse eine wichtige Rolle. Sie enthält Vitamin C, Karotinoide und vor allem auch Senföl­gly­koside. Diese wirken gegen Bakterien und Pilze. Als Arznei­pflanze kommt die Kapuzi­ner­kresse daher bei Infekten der oberen Luftwege, der ablei­tenden Harnwegen und bei Muskel­schmerzen unter­stützend zum Einsatz.

Ob als Tinktur oder als Fertig­arz­nei­mittel sollte eine Anwen­dungsdauer von 4-6 SAM_9502Wochen nicht überschritten werden, da das in der Pflanze enthaltene Senföl die Schleimhäute reizt.

Die Knospen der Kapuzi­ner­kresse sind übrigens ein wunderbarer Kapernersatz!

 

 

Ölauszug und Creme herstellen

 

Ein Ölauszug dient als Grundlage zur Herstellung von Cremes, zur Massage oder zur Hautpflege. Dabei machen wir uns sowohl die Wirkstoffe der Pflanze, als auch die Eigen­schaften des Öles zu Nutze.Thymianbalsam

Gute Auszugs­ei­gen­schaften haben Mandelöl, Sonnen­blumenöl und Olivenöl. Das gerne verwendete Schwei­ne­schmalz hat einige Nachteile: es ist schneller verderblich als die Pflan­zenöle, enthält keine Pflan­zen­be­gleit­stoffe und es wird schlechter von der Haut aufge­nommen als die hautähn­lichen Pflanzenöle.

Zur Herstellung eines kalten Ölauszuges werden die Pflan­zenteile gut zerkleinert und feste Pflan­zenteile angemörsert. Die Pflan­zenteile in einem verschließbaren Gefäß mit dem ausge­wählten Öl übergießen, dabei unbedingt darauf achten, dass die Pflanzen vollständig bedeckt sind. Bei der Verwendung von getrockneten Pflanzen beträgt das Verhältnis Pflanze – Öl 1: 20, bei frischen Pflanzen 1:10. Frische Pflanzen vor dem Übergießen mit Öl etwas antrocknen lassen. Je weniger Feuch­tigkeit wir im Öl haben, desto geringer ist die Gefahr der Schim­mel­bildung. Während der Zeit in der das Öl zieht, dies dauert 3-5 Wochen, sollten Sie regelmäßig das Gefäß schütteln. Nach dem abseihen wird der Ölauszug in eine dunkle Flasche gefüllt und ist bei kühler Lagerung etwa 1 Jahr haltbar.

Der warme Ölauszug hat den Vorteil, dass wir nicht wochenlang warten müssen, bis das Auszugsöl fertig ist. Zudem ist die Gefahr von Schim­mel­bildung geringer, wenn wir uns an die Regeln halten.

Auch hier ist, wie beim kalten Ölauszug, das Ziel, möglichst wenig Wasser ins Öl zu bringen. Bei der Verwendung von getrockneten Pflanzen ist als die Gefahr am geringsten. Frische Pflanzen lassen wir etwas antrocknen, der Blütenboden der Pflanzen wird möglichst vorher entfernt.

Für 100 ml Öl benötigen wir 10-25 g Kräuter.

Das Öl wird im Wasserbad auf 35° bis 45°C erwärmt, sobald die Temperatur erreicht ist geben wir die zerklei­nerten Kräuter dazu. Die Auszugszeit beträgt mindestens 4 Stunden, maximal 5 Tage. Dabei sollte das Öl immer warm gehalten werden oder immer wieder erwärmt werden. Wenn eine  Auszugszeit über Tage gewählt wurde, muss das Öl 2 bis 3 mal täglich bewegt werden.

Zuletzt wird der Ölauszug durch ein Sieb und danach durch ein Tuch gesiebt. Wenn der Ölauszug als Grundlage für eine Creme herge­stellt wurde, wird es noch abgewogen oder gemessen.

Durch Zugabe von Bienenwachs lässt sich schnell eine Creme herstellen. Dazu wird das fertige Auszugsöl nochmals auf etwa 60°C erhitzt, das Bienenwachs dazu gegeben und unter Rühren schmelzen gelassen. Nach Wunsch können noch einige Tropfen ätherisches Öl zugegeben werden. Es werden einige Tropfen in die etwas abgekühlte Masse gegeben und unter gerührt.

Für 100 ml Auszugsöl benötigt man etwa 10-20 g Bienenwachs, bei der Zugabe von ätherischem Öl maximal 20 Tropfen verwenden.

Das Öl oder die Creme bitte erst nach vollständigem Abkühlen verschließen (Kondenswasser!)

Hutzelbrot

Früch­tebrot, Schnitzbrot oder wie es bei uns heißt Hutzelbrot besteht zum großen Teil aus Dörrobst.

Ein alter Name für das getrocknete Obst ist Hutzel, und ein aus Dörrobst zusam­men­ge­stecktes Männchen ist ein Hutzel­männchen. Diese Hutzel­männchen sind leider vom Aussterben bedroht, zumindest findet man diese nur noch selten.

Bei meiner Großmutter gab es einge­weichtes Dörrobst zu Dampf­nudeln und das hat uns als Kinder immer wunderbar geschmeckt.

Das folgende Rezept für mein Hutzelbrot verwende ich schon viele Jahre und es hat sich bewährt.

500 g getrocknete Zwetschgenhutzelbrot

500 g getrocknete Birnen

500 g Feigen

500 g Mehl

40 g Hefe

Messer­spitze Salz

80 g Zucker

30 g Zimt

1 Essl. Anis

1 Schnapsglas Kirschwasser

250 g gehackte Haselnüsse

250 g gehackte Mandeln

500 g Rosinen

(evtl. noch 40 g Zitronat und 40 g Orangeat)

Die Birnen über Nacht in einem Topf mit Wasser einweichen. Am nächsten Morgen aufkochen und etwa 15-20 Minuten köcheln lassen. Die aufge­kochten Birnen mit dem Einweich­wasser über die Feigen und Zwetschen gießen. Ein paar Stunden ziehen und abkühlen lassen.

Das Einweich­wasser abgießen und zur Seite stellen – das wird später noch benötigt.

Die einge­weichten Früchte klein schneiden.

Das Mehl in eine weitere Schüssel geben, in eine Vertiefung die Hefe bröckeln und mit etwas erwärmten Einweich­wasser (Schnitz­wasser) einen Vorteig anrühren.

Nachdem der Vorteig aufge­gangen ist werden alle Zutaten zu einem festen Teig geknetet. Eventuell muss noch etwas Schnitz­wasser zugegeben werden, falls der Teig zu fest ist.

Die Schüssel mit dem Teig mit einem Tuch zudecken und an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich feine Risse auf der Oberfläche des Teiges zeigen.

Runde oder längliche Laibe formen und über Nacht nochmals zugedeckt stehen lassen.

Vor dem Backen mit etwas Schnitz­wasser bestreichen und mit geschälten Mandeln verzieren.

Das Hutzelbrot wird je nach Größe der Laibe 1 – 1,5 Stunden lang gebacken. Nach dem Backen die Laibe nochmals mit dem restlichen Schnitz­wasser bestreichen.

Bevor Ihr das Hutzelbrot anschneidet, solltet Ihr es ein paar Tage stehen lassen.

Erkäl­tungs­balsam

Es gibt eine Menge Heilpflanzen, welche die Beschwerden einer Erkältung lindern können. Die Möglich­keiten der Anwendung sind vielfältig: als Tee, als Balsam zum Auftragen auf die Brust oder als Kräuter­kissen – verwenden Sie die Pflanzen so, wie es für Sie am angenehmsten und auch möglichst praktisch ist.

Die Herstellung eines Erkäl­tungs­balsams zum Auftragen auf die Brust, ist gar nicht so schwer und wenn wir uns einen solchen Balsam selber herstellen, haben wir den Vorteil, dass wir uns die Mischung der Pflanzen nach Belieben selber zusam­men­stellen können.

Bewährt in der Anwendung bei Erkäl­tungen haben sich vor allem Thymian, Fichten­nadeln, Pfefferminze, Anis und Eukalyptus.

Zur Herstellung eines Erkäl­tungs­balsams benötigen wirbalsam

100 ml Olivenöl

20-30 getrocknete Kräuter

15 g Bienenwachs

Eventuell noch ein ätherisches Öl

Das Olivenöl wird im Wasserbad auf etwa 40 °C erhitzt. Wenn das Öl die richtige Temperatur erreicht hat, werden die getrockneten Kräuter zugegeben. Die Kräuter vorher im Mörser zerkleinern.

Die Kräuter nun für 4-5 Stunden ziehen lassen, immer wieder umrühren und das Öl in dieser Zeit warm halten. Am Ende der Auszugszeit wird da Öl zuerst durch ein Sieb gegossen. Um feine Pflan­zenteile vom Öl zu trennen legen Sie eine aufge­faltete Kompresse in einen Trichter und filtern so das Öl nochmals.

Das Auszugsöl nun in einem Topf erwärmen, das Bienenwachs zugeben und schmelzen. Den Balsam  gut verrühren. Ganz nach Belieben können Sie in die etwas abgekühlte Masse noch einige Tropfen ätherisches Öl unter­rühren. Da viele ätherische Öle auch hautreizend wirken, sollten maximal 20 Tropfen ätherisches Öl in 100 g Balsam gegeben werden.

Den Erkäl­tungs­balsam in kleine Gläschen füllen und erst nach dem Abkühlen verschließen.

Vergessen Sie nicht, Ihr Balsam noch zu beschriften (Inhalts­stoffe, Herstellungsdatum).

Der Erkäl­tungs­balsam ist ein schönes Mitbringsel gerade jetzt in der vorweih­nacht­lichen Zeit oder bei einem Kranken­besuch. Oder wir tun uns einfach selber etwas Gutes!

Theriak

20150221_145137Zu den tradi­tio­nellen Tinkturen unserer Kultur gehört der Theriak. Das älteste Rezept von Theriak wurde in eine Mauer des Askle­pieions von Kos meiselt. Mit der Tinktur aus Fenchel, Anis und Kümmel haben die griechischen Ärzte der Antike Schlan­genbisse behandelt. Im Laufe der Zeit hat sich die Zusam­men­setzung der Tinktur immer wieder verändert. So wurden unter anderem Entenblut, Schlangen- oder Kröten­fleisch beigefügt, dabei spielte natürlich auch die Magie eine gewisse Rolle. Die Anzahl der Zutaten für den Theriak lag bei 54, als der Leibarzt des Königs von Pontos in vorchrist­licher Zeit die Tinktur zubereitete. Sie sollte sogar vor Schlan­gen­bissen schützen.

Als weitere Zutat wurde später noch Opium verwendet. Galenus, ein griechisch-römischer Arzt,  nennt 70 Zutaten für die Zubereitung des Theriak.

„Himmels­arznei“, so wurde der Theriak im Mittelalter genannt. Sollte er doch sogar gegen so gefürchtete Krank­heiten wie Pest und Cholera wirken.

In der Zeit der Renaissance wurde Theriak vor allem in Vendig produziert und hat der Stadt einen Teil  seines Reichtums geschenkt. Die Zahl der Ingre­di­enzien ist inzwischen auf bis zu 300 gestiegen. In Lehrbüchern für Apotheker und Mediziner des 19. Jahrhunderts sind noch Rezepte für Theriak beschrieben und auch heute noch, besteht bei vielen Menschen der Glaube an die Heilwirkung des Theriak. Im Internet finden sich viele Rezepte.

Übrigens ist Theriak ein Bestandteil des bekannten Schwedenbitters.

Eine Heilwirkung wurde in Studien bisher nicht nachge­wiesen, aber oft hilft ja bekanntlich allein schon der Glaube an eine Medizin

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Goldrute

Die Goldrute habe ich schon als Kind bei meinen Großeltern im Garten wahrge­nommen. Dort füllte sie eine Ecke aus und dass sie eine Heilpflanze ist, davon wusste ich noch lange nichts.

Als Tee bei Blasen­ent­zün­dungen wird die Goldrute schon seit langer Zeit eingesetzt. Der Tee wird aus dem getrockneten Kraut zubereitet, also aus allen Pflan­zen­teilen, außer den Wurzeln. Dieser Tee regt die Nieren­pro­duktion an, es ist deshalb sehr wichtig, dass man viel trinkt während der Anwendung von Goldrutentee. Das viele Trinken bei einer Blasen­ent­zündung bewirkt, dass die Harnwegsorgane gut durch­gespült und Keime ausge­schwemmt werden.

Die Goldrute wächst auf trockenen Böden, wird etwa einen Meter hoch und kann von Juli bis Oktober gesammelt werden.

Übrigens hat sie im Volksmund viele verschiedene Namen: Ochsenbrot, 20160827_085101_resizedPetrusstab, Himmelsbrand, Goldwundkraut, Heilwundkraut, Pferdekraut, Schosskraut, Wundkraut,  Macht­heilkraut sind nur einige Beispiele.

Bei den Germanen war die Goldrute als Kraut zur Wundbe­handlung bekannt, dies spiegelt sich auch in den volks­tüm­lichen Namen der Goldrute wieder.